Setze ich nach der Anrede im Bewerbungsschreiben einen Beistrich oder ein Rufzeichen?

Der Beistrich ist die bessere Wahl: Zum einen liest es sich flüssiger zum anderen kann das Rufzeichen in einer Bewerbung aufdringlich wirken. Nach dem Beistrich fangen Sie eine neue Zeile an, die mit kleinem Anfangsbuchstaben beginnt. Es sei denn, es handelt sich um ein Wort, das von Haus aus groß geschrieben wird.

Worum geht es bei der Frage: „Was ist Ihnen bei Ihrem/r Vorgesetzten wichtig?“?

Der/die Interviewer/in möchte erfahren, wie Sie sich die Arbeitsbeziehung vorstellen: Ist Ihnen Gestaltungsspielraum wichtig oder erwarten Sie klare Zielvorgaben? Wollen Sie eigenständig arbeiten oder bevorzugen Sie laufendes Feedback? Überlegen Sie sich im Vorfeld, wie die ideale Kooperation ausschaut. Eventuell haben Sie auch Beispiele, was Ihnen in diesbezüglich in der Vergangenheit gefehlt hat und Sie sich in Zukunft wünschen.

Nach meiner Bewerbung habe ich vom Unternehmen eine Mail mit der Bitte um etwas Geduld erhalten. Soll ich nachtelefonieren?

Sie haben mit dieser Mail Gewissheit, dass Ihre Unterlagen eingelangt sind. Gleich anzurufen halte ich für wenig sinnvoll: Es ist sehr aufwendig mit allen BewerberInnen vor der Einladung zu einem Gespräch diverse Telefonate zu führen. Sollten Sie allerdings nach zwei bis drei Wochen noch keine weitere Information erhalten, können Sie nachfragen.

Was will die/der Personalverantwortliche auf die Frage „Wie stellen Sie sich Ihren idealen Arbeitsplatz vor?“ hören?

Eher nicht interessiert sie/ihn, welche Utensilien und welchen Schreibtisch Sie haben möchten. Vielmehr geht es beispielsweise darum, welches Teamklima Sie bevorzugen, ob Wertschätzung für Sie wichtig ist oder Sie Wert auf konkrete Anweisungen legen. Hier sollten Sie sich überlegen, in welchem Arbeitsumfeld Sie am besten arbeiten können.